BUNDjugend Hessen - ... und jetzt noch die Erde retten!

Veganer Brunch

EEC_2014_veganVegane Ernährung tritt immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. Sowohl Jugendliche als auch Erwachsene machen sich immer mehr Gedanken um den eigenen Konsum und dessen Auswirkungen auf die Umwelt und die Tierhaltung. Aus diesem Grund wollen wir dieses Thema in diesem Best-Practice-Beispiel aufgreifen und als Öffentlichkeitsarbeit für den BUND und die BUNDjugend in Form eines öffentlichen veganen Brunch aufbereiten.

Wir wollen allgemeines Interesse an veganer Ernährung wecken, Bewusstsein über die Folgen des Konsums von Tierprodukten fördern, veranschaulichen, wie vielfältig und lecker vegane Ernährung sein kann, Anregungen für veganes Kochen geben (incl. Rezepte), Vernetzung von Interessierten vor Ort fördern und Aktive für Ortsgruppen finden und motivieren.

Wer schon mal etwas Veganes ausprobieren möchte: Die BUNDjugend Baden-Württemberg hat ein nettes kleines Rezeptheftchen herausgegeben. Wir freuen uns über Rückmeldungen.

rezepteheftbundjugend1monatvegan_(pdf)

 

Veganer Brunch auf dem Friedberger Herbstmarkt 19.09. & 20.09.2015

Zusammen mit dem BUND waren wir für zwei Tage mit einer fleischfreien Besonderheit im Rahmen des Brückenbildungsprojekts „Veganer Brunch“ vertreten:

Zwischen Apfelweinständen, Bratwurstbuden und Livemusik boten wir von der BUNDjugend in Kooperation mit dem BUND erstmals eine fleischlose Alternative in Form von veganen Seitan-Burgern an, welche die Geschmacksnerven der Besucher verzauberten. Unser Team bestand aus Carolin, Johanna, Nicole, Marlene und einigen freiwilligen Helfern wie Kristin und Salina. An unserem Infostand wurde sich rege ausgetauscht, auch war ein Experte zum Thema Feldhamsterschutz anwesend.
Die auf dem neunten Eine-Erde-Camp hergestellten veganen Brotaufstriche gab es als kostenfreie Probierhäppchen und auf Wunsch die dazugehörigen und handgeschriebenen Rezepte, um zur Selbstversorgung zu inspirieren. Schon nach kurzer Zeit versuchten einige Gäste, die Aufstriche käuflich zu erwerben; als Antwort ein Rezept in die Hand gedrückt zu bekommen schien zuerst gewöhnungsbedürftig, war aber für viele Besucher ein herzliches Highlight. Es war deutlich bemerkbar, dass eine gesunde und umweltfreundliche Ernährung mittlerweile mehr ist als bloß ein Trend. Das Interesse der Besucher war groß, weshalb auch weitere Aktionen rund um Veggie-Burger und Vegane Essensstände in Planung sind.

 

Aber warum überhaupt Vegan?

Es gibt viele Gründe für einen veganen Lebensstil. Die meisten Veganer können Massentierhaltung und die damit verbundene Tierquälerei nicht verantworten. Schreckliche Bilder von eingepferchten Hühnern und von aggressiven Schweinen, dich sich gegenseitig töten, können schocken und so überzeugen, auf Milch, Eier und Fleisch zu verzichten. Aber durch die Massentierhaltung ist sogar die Gesundheit eines Allesessers gefährdet. Denn die Tiere aus der Massentierhaltung werden mit Medikamenten gefüttert, damit sich auf dem engen Raum keine Krankheiten ausbreiten können. Diese Medikamente sind meistens Antibiotika und bleiben in abgeschwächter Form in unseren Lebensmitteln erhalten. Durch den regelmäßigen Genuss der belasteten Produkte, wird dann der Körper daran gewöhnt. Der Einsatz von Antibiotika bei einer Krankheit wirkt nicht mehr wie er soll.

Ein weiteres Problem ist die Verteilung des Essens in der Welt. Unsere Gesellschaft macht sich Gedanken darüber, ob ihre Medikamente wirken, während auf der anderen Seite der Erde Menschen verhungern.

Und daran ist der Konsum tierischer Lebensmitteln nicht wenig Schuld.

Denn unsere Nutztiere werden mit Futtermitteln aus anderen Teilen der Erde gefüttert. Dort wäre diese Anbaufläche nötig um die Bevölkerung zu ernähren. Ebenso wichtig ist, dass die meisten Felder für Futter auf ehemaligem Regenwald entstehen. Dieser wurde für Ackerfläche gerodet oder abgebrannt. Dadurch sterben wunderschöne Ökosysteme mit ihren gesamten Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen. Außerdem wird eine große Menge in den Bäumen gespeichertes Co2 freigesetzt und das wirkt sich wiederum auf die ganze Welt aus.

Trotzdem heißt Vegan zu leben nicht total eingeschränkt zu sein. Viele Studien belegen, dass Veganer seltener an Bluthochdruck leiden, an Demenz erkranken oder einen zu hohen Cholesterinspiegel haben.

Dass das Essen auch immer noch schmeckt und es zu allen Gerichten eine tierfreundliche Alternative gibt, zeigt der Vegane Brunch.

 

Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung!